Erhöhung der Ausbildungsumlage  für Pflegebedürftige zum 1.Januar 2020

Erhöhung der Ausbildungsumlage für Pflegebedürftige zum 1.Januar 2020

Der Fachkräftemangel in der Alten- und Krankenpflege ist ein hinreichend bekanntes Problem. Können ambulante und stationäre Einrichtungen die aktuelle Situation nur noch mit Mühe meistern, ist eine massive Verschlimmerung der Situation in den kommenden Jahren vorprogrammiert. Experten sagen voraus, dass in 2-3 Jahren Pflegebedürftige Probleme haben werden, beispielsweise einen ambulanten Pflegedienst zu finden, der noch Kapazitäten für eine Neuaufnahme frei hat. Auch wenn immer wieder neue stationäre Einrichtungen gebaut und eröffnet werden, bedeutet dies aber nicht, dass das notwendige Personal sofort zur Verfügung steht.

Um dem entgegen zu wirken, wird bereits seit Jahren versucht, mehr Menschen für den Beruf in der Altenpflege zu begeistern, aber auch Einrichtungen, die gewillt sind auszubilden, finanziell zu unterstützen. Pflegebedürftige zahlen pro Hausbesuch eine Ausbildungsumlage, die durch das Land an die Ausbildungsbetriebe weitergereicht wird.
Zum 1. Januar 2020 tritt nun das neue Pflegeberufegesetz  in Kraft. Um den Pflegenotstand entgegen zu wirken, wird  die Ausbildung reformiert und eine generalistische  Pflegeausbildung eingeführt. Dadurch erhöht sich der Finanzierungsbedarf und die Umlagebeträge zur Refinanzierung der Ausbildungskosten werden sich weiter erhöhen. Zu den bisherigen Umlageverfahren, dass noch bis 2024 beibehalten wird, kommt nun eine weitere Umlagenberechnung für die neuen Pflegeberufe dazu. Ambulante Pflegedienste mit Sitz in Baden Württemberg mussten bisher pro Hausbesuch 56 Cent berechnen, ab dem 1. Januar 2020 werden es insgesamt 87 Cent pro Hausbesuch werden.

Alle Pflegeeinrichtungen sind gesetzlich dazu verpflichtet, sich am Umlageverfahren zu beteiligen und die festgesetzten Umlagebeträge von Ihren Kunden zu erheben.

Bleibt zu hoffen, dass dies nicht wieder der bekannte Tropfen auf den heißen Stein wird. Bereits seit 2006 wird diese Form der Subventionierung durchgeführt, ohne einen nachhaltigen Erfolg.