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Ambulanter Pflegedienst Mannheim  · Pflege Profis · Robert Funari Str. 2-6  · 68309 Mannheim

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Überlastete Angehörige durch Familienpflege

Die Belastungsgrenze für pflegende Angehörige

Eigene Eltern zu pflegen, dies gehört seit „Menschengedenken“ zu unseren Aufgaben. In vielen Ländern der Erde ist es immer noch Tradition und auch (moralische) Pflicht. Zwei oder gar drei Generationen leben in einem Haus. In unseren Graden ist dies aber nur noch selten anzutreffen. Mit Einführung der Pflegeversicherung wurden auch ambulante Pflegedienste zur Normalität. Sie entlasten die Angehörigen, mit finanzieller Unterstützung der Pflegekasse.

4 von 5 Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt. Der überwiegende Teil davon durch Angehörige. Die zu Pflegenden sind meist noch in ihren eigenen vier Wänden. Für manche Fluch und Segen zu gleich. Es muss aber klar gesagt werden, bei aller Liebe und Dankbarkeit, für Berufstätige ist die tägliche Pflege der Angehörigen Stress pur. Einige Zeit kann man dies kompensieren und die Belastung läuft unbewusst „im Hintergrund“.  Aber wie lange?

Es gibt Anzeichen und Faktoren, die darauf hindeuten können, dass die Belastungsgrenze erreicht ist:

Emotionale Erschöpfung

Wenn pflegende Angehörige sich ständig müde, reizbar oder emotional ausgelaugt fühlen, kann dies ein Hinweis auf Überforderung sein.

Strapazierte Beziehungen

Wenn die Pflege die Beziehungen zu Freunden, anderen Familienmitgliedern oder dem pflegebedürftigen Menschen belastet, kann dies auf eine Überforderung hindeuten.

Gesundheitliche Probleme

Wenn pflegende Angehörige gesundheitliche Beschwerden wie Stress, Schlaflosigkeit oder körperliche Symptome entwickeln, ist dies oft ein Zeichen, dass sie überlastet sind.

Rückzug

Wenn sie weniger soziale Kontakte pflegen oder sich von Freizeitaktivitäten zurückziehen, könnte dies ein Hinweis auf eine emotionale oder physische Überforderung sein.

Schwierigkeiten bei der Aufgabenbewältigung

Wenn das Bewältigen der täglichen Pflegeaufgaben zunehmend schwerfällt oder es zu Schwierigkeiten bei der Organisation der Pflege kommt.

Vermehrte Gefühle von Schuld oder Unzulänglichkeit

Wenn pflegende Angehörige anfangen, sich selbst Vorwürfe zu machen oder das Gefühl haben, der Pflege nicht gerecht zu werden.

Ressourcenmangel

Wenn es an Zeit, Geld oder Zugang zu Unterstützung fehlt, kann dies die Situation erheblich erschweren.

Im Allgemeinen können pflegende Angehörige schon nach einer relativ kurzen Zeit überfordert sein, insbesondere wenn die Anforderungen der Pflege hoch sind oder sich die Bedürfnisse des pflegebedürftigen Menschen ändern. Es ist wichtig, dass pflegende Angehörige rechtzeitig Unterstützung suchen, sei es durch professionelle Pflegekräfte, Selbsthilfegruppen oder familiäre Unterstützung, um eine Überforderung zu vermeiden und ihre eigene Gesundheit zu erhalten. Nicht alle zu pflegenden finden die Idee einer externen Hilfe sonderlich gut. Es kommt zu Vorwürfen.

Um es auf den Punkt zu bringen: auch pflegende Angehörige brauchen eine Auszeit! Es wird nicht nur die eigene Gesundheit gefährdet. Hier passt wunderbar eine Aussage aus der Arbeitswelt. Man brauch regelmäßig eine Auszeit (Urlaub), um seine Arbeitskraft lange als möglich zu erhalten. Für die Pausen eines Arbeiters gibt es gesetzliche Vorgaben, für einen pflegenden Angehörigen nicht. Um diese muss man sich selbst kümmern. Die Pflegekassen unterstützen dies finanziell mit sogenannten Entlastungsleistungen und Ersatzpflege. Pflegende Angehörige können sich einen Urlaub gönnen, oder eine regelmäßige Auszeit für ein Hobby, beispielsweise. Für die Ersatzpflege sorgen professionelle Pflegekräfte. Der Urlaub von der Pflege!

Nicht ohne Grund haben die Pflegekassen die Möglichkeit der kurzzeitgien Ersatzpflege geschaffen. Es fehlt nur der Mut und der Wille für ein paar Tage loszulassen. 

Mehr Infos dazu finden Sie hier